Gemeinderat statt Schulpflegen in den Aargauer Volksschulen

An ihrer letzten Sitzung hat die Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) den regierungsrätlichen Anträgen zu den neuen Führungsstrukturen an der Volksschule zugestimmt.

Eine Mehrheit der Kommissionsmitglieder spricht sich dafür aus, dass der Gemeinderat neben der finanziellen neu auch die strategische Führung der Schule übernimmt. Die Vorteile von schlanken Strukturen und klaren Zuständigkeiten werden in diesem Zusammenhang hervorgehoben.

Eine Unterstützung der Gemeinden, zum Beispiel in Form von Weiterbildungsangeboten oder Handreichungen und Empfehlungen in der Umsetzungsphase, wird als sehr wichtig erachtet, damit der Systemwechsel gelingen kann.

Der Zeitplan wird als ambitioniert, aber richtig eingeschätzt. Die neuen Führungsstrukturen sollen im Hinblick auf das Ende der nächsten Amtsperiode der Schulpflegen auf den 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Delegationsregelungen

Die Fragen im Zusammenhang mit der Delegation von Entscheidungsbefugnissen führen zu kontroversen Diskussionen. Es zeigt sich, dass die Kommissionsmitglieder zwar mit der Regelung einverstanden sind, dass der Gemeinderat seine arbeitsrechtlichen Kompetenzen (zum Beispiel Anstellungen) delegieren kann, jedoch die Freistellung und Trennung von Lehrpersonen davon ausschliessen wollen. In diesen Fällen soll der Entscheid nicht bei der Schulleitung oder einem Mitglied des Gemeinderats, sondern beim Gesamtgemeinderat liegen. Ein entsprechender Änderungsantrag wird gutgeheissen.

Der Grosse Rat wird die Botschaft zu den neuen Führungsstrukturen der Volkschule voraussichtlich am 18. Juni 2019 diskutieren.

Quelle: Kanton Aargau

30.5.2019

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