Frauenanteil im Hohen Haus steigt auf 42 Prozent und Wahlbeteiligung sinkt um satte 3,4 Prozent

Erste Analysen der Wahlergebnisse zeigen: Der Frauenanteil im Nationalrat steigt auf 42 Prozent. Die Frauen legen markant zu. Die Bevölkerung wird durch das neue Parlament besser repräsentiert.

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF setzt sich seit Jahrzehnten tatkräftig für eine bessere Vertretung von Frauen im Parlament ein. Im Hinblick auf die Wahlen 2019 hat sie sich mit überparteilichen Aktionen wie dem Spot «halbe-halbe», einer Analyse der Kandidaturen nach Geschlecht sowie einem Wahlaufruf der Frauendachverbände engagiert. Zahlreiche Frauenorganisationen und Parteien verfolgten das gleiche Ziel. Die EKF ist deshalb über das Ergebnis sehr erfreut. Yvonne Schärli, Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, hält fest: «Heute haben auch die Frauen gewonnen. Endlich sind sie in der Schweizer Politik besser vertreten.»

Wahlbeteiligung bei den Nationalratswahlen stark gesunken

An den Nationalratswahlen vom Sonntag haben sich weniger Personen als vor vier Jahren beteiligt. Die Quote betrug diesmal 45,1 Prozent. Die Beteiligung ging damit im Vergleich zur Parlamentswahl im Jahr 2015 um 3,4 Prozentpunkte zurück.

Die Wahlbeteiligung in der Schweiz ging damit nach einer Stabilisierung bei den Wahlen 2007 und 2015 nun erneut zurück, wie aus den vom Bundesamt für Statistik BFS publizierten Schlussergebnissen in der Nacht auf Montag hervorgeht.

In allen Kantonen des Landes mit Ausnahme von Appenzell Innerrhoden gingen bei der aktuellen Wahl im Vergleich mit vor vier Jahren weniger Wähler an die Urnen. Im Halbkanton Appenzell Innerrhoden stieg die Beteiligung um 12 Prozentpunkte auf 48,7 Prozent; allerdings war vor vier Jahren die Beteiligung auf 36,7 Prozent eingebrochen. Sie erholte sich nun wieder.

Den stärksten Rückgang verzeichnete in der französischsprachigen Schweiz der Jura mit 42,6 gegenüber 54,3 Prozent im Jahr 2015. Die Jura-Wähler hatten jedoch am selben Tag im Jahr 2015 auch noch ihre Parlaments- und Regierungsvertreter auf Kantonsebene neu bestimmt. In der Deutschschweiz verbuchte Uri mit 11,2 Prozentpunkten den grössten Rückgang und kam auf 45,9 Prozent.

Quelle: Bundesamt für Statistik

21.10.2019

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